Blue Stift

… ist eine Berliner Bluesrockband, die 1988 von Wolfgang „Wolle“ Mahel (voc) und Carsten Große (voc, g) gegründet wurde. Besonders Große verfügte über langjährige Bühnenerfahrungen. Er kam aus dem Hardrockbereich und hatte bereits bei „Troja“, „Metropol“, „Babylon“ und „Soft“ gespielt. Die Band überzeugte durch einen typischen Gitarrenrock und einen hervorragenden Satzgesang. Spielte die Band anfangs internationale Standards nach, entstanden schon kurze Zeit später zu nehmend eigene Songs, die deutlich Einflüsse der Südstaatenbands wie  „Lynyrd Skynyrd“ und der „Allman Brothers Band“ erkennen ließen. Weitere Gründungsmitglieder waren Peter Mette (g), Holger Küste (bg) und Norbert Nickel (dr). 1989 bekam die Band wegen ihrer systemkritischen Texte Auftrittsverbot, bestand aber inoffiziell weiter und überdauerte so die politische Wende in der DDR. Wie alle Ostbands, geriet auch „Blue Stift“ Anfang der 1990er Jahre in Schwierigkeiten. „Wolle“ hatte zwischenzeitlich die Band verlassen, verfolgte eigene Projekte und gründete später „Wolllust“. Für ihn kam Carl Soest und 1995 erschien sogar eine erste CD „The Soest Brothers“. Der erwartete Erfolg blieb jedoch aus und es wurde ruhig um die Band. 1998 starteten Mette und Große nochmals durch, holten sich neue Leute ins Boot und gingen wieder auf Tour. Besonders der neue Leadsänger Hannes Funke war ein Glücksgriff. Inzwischen ist es wieder ruhig um die Band geworden. Der mir bekannte letztmalige Auftritt fand 2007 zum Bluesfasching in Apolda statt. Zwischenzeitlich tauchten immer wieder neue Namen in der Besetzungsliste der Band auf. Zu den Bekanntesten zählt zweifellos "Delle" Krise, der außerdem bei „Renft“ und  „Polkaholic“ trommelt. Oder Burghard Kühn (voc, git), der heute gemeinsam mit Carsten Große bei „Blank“ spielt. Aber auch Moe Gläser, einer der beiden Cäsar-Söhne, Hannes Schulze, der längst seinen Stammplatz bei Engerling hinter dem Schlagzeug  hat und Bassist „Pitti“ Pflüger, der 2008 bei „Monokel“ und „Dr. Kinski“ einstieg. Weitere Bandmitglieder: Hartmut Herzberg (bg), Paul Bosse (bg), Mark Eisenschink (voc, g) und Ted Pierce (voc, g).