Drudenfuß

… war eine 1973 von Studenten in Senftenberg gegründete Amateurband.

Gründungsmitglieder waren:

Arnfried Schobert (voc)

Bernd Meyer (g)

Günther Heißner (bg)

Volker Rauscht (dr)

Hannes Schlecht (key)

 

1974 wechselte die Band nach Berlin und Detlev "Topo" Topolinski ersetzte Rauscht am Schlagzeug. Musikalisch orientierte man sich an der „Earth Band“, „Rainbow“ und tourte als „Pink Floyd aus Berlin“ durch die DDR.

 

Mitte der 1970er Jahre übernahm Harald Wittkowski die Tasten und Peter „Paule“ Fincke, der zuvor bei „Joco Dev“ und „Capitol“ getrommelt hatte, das Schlagzeug. Ab 1978 saß „Kochi“ Kochhanns an den drums und Wittkowski, der zu „Pond“ wechselte, wurde von Wolfgang Riemann ersetzt.


Zunehmend geriet die Band in das Visier der Staatsmacht und hatte mit Sanktionen zu kämpfen, die darin gipfelten ins Profilager wechseln zu müssen. Mehrere Umbesetzungen waren die Folge. Bandgründer Schobert, der inzwischen mit einem Auftrittsverbot belegt worden war, übernahm daraufhin das Management. Schließlich löste man sich 1979 auf.


Schobert hatte inzwischen neue Musiker um sich gesammelt. Aus "Drudenfuß" wurde "O.K.". Das war übrigens jene Band mit der Andre Greiner-Pol nach dem Freygang-Verbot eine Tour an der Erdgastrasse machte.

Riemann wechselte nach der Auflösung von "Drudenfuß" in die Band von Petra Zieger. "Topo" ging zu "Possenspiel", einer Spaßkapelle ähnlich "MTS". Wittkowski fand man neben "Pond" auch auf den Besetzungslisten von "Joco Dev" und "Babylon" wieder. Heute tritt er gemeinsam mit Hendrik Hache als "Piano Power Station" auf. Auch "Paule" Fincke ist heute noch aktiv. In den 1980er Jahren trommelte er in der wohl bekanntesten Metalband der DDR "Formel 1" und sitzt heute bei der CCR-Coverband "The Travelin Band" am Schlagzeug. Schobert gründete Anfang 1980 die noch heute aktive Punkband "Der gelbe Wahnfried".


Weitere Bandmitglieder waren Günther Eigendorf (bg) und Axel Fischer (bg).