Satori war eine 1969 in Thalheim gegründete Amateurband. Nach dem Ende des „Forte-Quintett“ sammelte Stefan Gerlach (voc, harm, g) neue Musiker um sich und wagte einen Neubeginn. Die Band trat vorwiegend im sächsischen Raum auf und spielte vor allem westliche Hits aus der Hippie-Ära nach und versah diese mit eigenen Arrangements. Später kamen eigene Kompositionen in deutscher und englischer Sprache hinzu. Ihren ersten Auftritt hatte die Band im Juli 1970 im Speisesaal der Strumpffabrik „Albin Keller“, der zugleich als Proberaum diente. Satori existierte in wechselnder Besetzung bis 1977. Aus ihr gingen Bands wie „Gipsy“, „Wanderer“ und „Wind, Sand & Sterne“ hervor, die in den 1980er Jahren großen Zuspruch beim Publikum hatten.

Zur Urbesetzung gehörten neben Gerlach:

Thomas Weisbach (bg), Michael Barth (g, keyb, voc), Christoph Rottloff (g, bg, fl, perc, voc), Klaus Kretschmar (dr, v) und Karl Schindler (dr). Manager der Band war Dieter Groß.

Im April 1971 musste Barth seinen Wehrdienst bei der NVA antreten und „Karli“ Schindler wurde wegen „versuchter Republikflucht“ inhaftiert. „Satori“ pausierte.

Als Barth zurückkehrte, kam es im November 1972 zur Neugründung der Band. Neu in die Band kam Wolfgang „Badman“ Schneider (voc, org). Mit dem Einsatz der Orgel änderte sich auch der Sound. Man orientierte sich stärker am Folk-Rock. 1973 kehrte auch Schindler in die Band zurück, spielte jedoch ohne „Spielerlaubnis“. Das blieb den Behörden nicht verborgen, sodass die Band mit einem „Ordnungsstrafverfahren“ belegt wurde. Inzwischen hatte Fredy Lieberwirth das Management übernommen. 1974 schieden die beiden Frontmänner Gerlach und Schneider aus der Band aus. Gerlach wechselte später zu „Wind, Sand & Sterne“ und Schneider steht noch heute mit „Taylor“ auf der Bühne.

Mit Wilfried Opitz als neuen Sänger sowie den Gitarristen Wolfgang Moschner und Reinhard Greim, kehrte „Satori“ zurück auf die Bühne. Der Durchbruch kam als man Songs von Cat Stevens in das Repertoire aufnahm und sich nun vollends dem Folk-Rock zuwandte. Die Band hatte enormen Zuspruch und avancierte zum Magnet der „Kundenszene“. Die Auftritte wurden regelrecht belagert, man spielte auf überfüllten Sälen und geriet auf diese Weise auf den Index. Die Kulturbehörden scheuten offensichtlich ein offizielles Verbot, reagierten aber mit Schikanen. Es kam zu Absagen geplanter Auftritte und neue Angebote blieben aus. Das blieb nicht ohne Folgen für die Band. Es kam zu Unstimmigkeiten innerhalb der Band. Als Satori am 31. Juli 1977 in der „Parkschänke“ in Limbach-Oberfrohna erneut vor überfülltem Haus spielte – der Saal glich nach dem Konzert einem Trümmerhaufen – war dies zugleich das letzte Konzert. Die Band löste sich auf. Lieberwirth, Opitz und der Drummer Achim Pöschel gründeten „Gipsy“. Barth, Greim, Weisbach und Moschner machten als die „Wanderer“ weiter.

Weitere Bandmitglieder waren Jan Pundsack (dr) und Mantala Kulibali (perc).

(Mai 2011)

Die Geschichte der Band kann man inzwischen nachlesen. Im Mai 2013 erschien Stefan Gerlachs "In meiner Spur - von Satori zu Wind, Sand & Sterne".
siehe auch Buchtipps

(Juni 2013)