Gipsy


Als sich im Juli 1977 die Folk-Rockband „Satori“ auflöste, gründete ihr Manager Fredy Lieberwirth (bg) die Amateurband „Gipsy“.

Diese Band aus Thalheim orientierte sich vor allem an Bob Seeger, Eric Burdon und Van Morrison. Anfangs hatte „Gipsy“ schwer am Erbe von „Satori“ zu tragen und erhielt kaum Auftrittsmöglichkeiten.

Ab 1984 änderte sich der Stil der Band. Man orientierte sich stärker an Rockmusiker wie Brian Adams und Tom Petty. „Gipsy“ hatte inzwischen die Einstufung als „Amateurband der Sonderstufe“ erlangt. Im gleichen Jahr hatte die Band mit „Marie“ ihren ersten großen Hit, landete in einer Umfrage unter die zehn beliebtesten Amateurbands der DDR und wurde u. a. als „Hervorragendes Amateurtanzorchester der DDR“ ausgezeichnet.

Ende der 1980er Jahre wechselte man erneut die Stilrichtung und spielte fortan Hard-Rock im Stile von „Nazareth“, „Ufo“ und „Deep Purple“. Interessanterweise hatten die Erzgebirgler auch einige Songs der Kölner-Rockband „BAP“ im Programm, was wohl einzigartig war.

Mit einigen ihrer Eigenkompositionen, die es bis in die Wertungssendungen des DDR-Rundfunks schafften, erlangte die Band zunehmend Medienpräsenz. „Gipsy“ hatte sogar einige Gastspiele im östlichen Ausland. Zu den bekanntesten Titel gehörten: „Dort, wo kein Land für Kinder ist“ und „Viel zu kalt ist's auf der Haut“.

Nach der Wende machte „Gipsy“ als Coverband weiter und ist bis heute aktiv. Die „Blütezeit“ der Band war jedoch vorbei.

Zur aktuellen Besetzung gehören neben Lieberwirth: Dietmar „Otto“ Schulte (voc, g), Frank Zückmantel (keyb, voc), Wolfgang „Fischie“ Fischer (g, voc) und Eduard „Onkel Ed“ Krügel (dr).

Weitere Bandmitglieder waren: Dietmar Bergert (keyb, voc), Wolfgang „Badman“ Schneider (keyb, g, voc), Jens Malinowski (keyb), Rene Trümpner (dr), Jens Thorun (voc), Hans-Jürgen Hesse (keyb, voc), Thilo Ferstl (dr), Virginie Lieberwirth (voc), Wolfgang Wuschek (g, sax, fl, voc), Andreas Schmidtke (dr), der heute bei "Soundwave" am Schlagzeug sitzt, und der bereits verstorbene Ralph Sternkopf (g, voc) .


(Juni 2011)