* Blues aus Weimar

Jürgen Postel und Helmut Pötsch sind ehemalige Mitglieder der Thüringer Bluesband „Frachthof“ und sind seit 1981 immer noch in Sachen Blues unterwegs. Anfangs noch mit Alexander Blume (ehemals Zenit) und Stanley Blume, sind sie heute ein gefragtes Folkblues-Duo.
"Frachthof" wurde 1977 von Jürgen Postel in Weimar gegründet. Die Band bestimmte bis zur Auflösung im Jahr 1985 maßgeblich die Thüringer Bluesszene mit. Die Band, die sich Anfang der 1980er Jahre immer häufiger mit Auftrittsverboten konfrontiert sah, nannte sich eine zeitlang auch „Holunder“.
Charakteristisch war ihre ständig wechselnde Besetzung. Die meisten Bandmitglieder blieben der Thüringer Live-Szene treu und spielten später in Bands wie „Wilder Wein“, „Huflattich“ „Bullfrog Blues“ und „Klappstuhl“.
Die bekanntesten Mitglieder der Band waren Kay Lutter, der vorher Mitglied bei Günter Hofer in der „Hof Blues Band“ und später bei „Freygang“ war. Heute spielt „Die Lutter“ den Bass in der Mittelalter-Rockband „In Extremo“. Auch
Michael Robert Rhein gehört heute als „Das letzte Einhorn“ zu „In Extremo“. Vor „Frachthof“ spielte Rhein übrigens bei „Liederjahn“. Das Managment der Band hatte Gert Leiser übernommen, der inzwischen längst in Berlin lebt und seit Jahren „Engerling“ managt. Nicht zu vergessen den Bandgründer Jürgen Postel und Helmut Pötsch, die seit 1981 bis heute unter den Namen „Postel & Pötsch“ vorwiegend in Sachsen und Thüringen den Blues frönen.
Weitere Mitglieder waren: Andreas Schnabel (dr, voc), Manfred Haucke (bg), Roland Patzig (g, voc)), Hans Raths (sax), Peter Gotschall (g,bj), Hellmut John (g), Bernhard Kruppke (bg), Matthias Hessel (p, org), Dieter Georgi (g, voc), Tobias Morgenstern (org), Stefan Kling (p, org), Jürgen Vogel (g) und Meinhard Prkno (harm, voc).
Postel & Pötsch aus Weimar ist ein erneuter Beweis dafür, dass Blues und deutsche Sprache durchaus miteinander können. Mit Gitarre, Waschbrett, Posaune, Akkordeon, Kazoo, Mundharmonika und Mandola „bewaffnet“ bieten die beiden Musiker Eigenes, wie „Weimar“, „Stau“ oder „Bei Luise“ und eigene Bearbeitungen internationaler Standards.
Inzwischen wurden auch drei CDs produziert. Auf den Scheiben ist neben Alexander und Max Blume auch der Bluesharper Hans Penzoldt aus Kempten zu hören.


1989: „Postel&Pötsch“ m. A. Blume (p) und Hans Penzoldt (harm)
2002: „Roots“
2007: „on the road“ m. A. Blume (p), Max Blume (dr) und Hans Penzoldt (harm)

 

(Juni 2011)