Wolle & Friends

… das ist Blues aus Lutherstadt Wittenberg. Sachsen-Anhalt ist wahrlich nicht das „Kernland“ der ostdeutschen Bluesszene. Dennoch, auch im „Land der Frühaufsteher“ hat man den Blues. Dafür sorgt u.a. Wolfgang „Wolle“ Haase (Jahrgang 1962). Begonnen hat er im Jahr 2000 mit der Formation „Wolle & Co.“

Seine jetzige Band „Wolle & Friends“ wurde im Sommer 2001 gegründet. Neben Haase (voc, g, dr, dobro, mandoline) gehören Bernd Dürholdt (b, voc) und Steffen „Speiche“ Neumann (harm, g, voc) zu diesem Blues-Trio, welches sich auch gelegentlich mit Gastmusikern wie dem Pianisten Dirk Syltemeier verstärkt. „Speiche“ geht auch ganz gern einmal mit den „Blind Bankers“ aus Berlin „fremd“.

Das Trio hat ein abwechslungsreiches Programm zu bieten, welches vor allem aus Coverversionen von SRV, „Canned Heat“ oder Jimmy Reed besteht. Immer um Authentizität bemüht, lässt die Band durchaus einen eigenen Stil erkennen. Ganz gern greifen die drei Musiker aber auch auf die Altmeister des Southern Rock „Lynyrd Skynyrd“ und „Molly Hatchet“ zurück und zelebrieren deren Hymnen. Ergänzt wird das Programm durch Eigenkompositionen. Das sind vor allem Instrumentalstücke, wie „Weekend-Blues“ oder der „Blues vom Tag“ aus der Feder von „Wolle“. Ungewöhnlich, aber sehr interessant klingen die Stücke „Dobro’s shuffle“ und „Mandolinen Blues“. Von Steffen „Speiche“ Neumann stammt „Driften durch die Nacht“; eine sehr schöne Nummer, bei der ich irgendwie an „Lausitzblues“ erinnert wurde.

Wer geradlinige, schnörkellose und handgemachten Blues mag, dem sei „Wolle & Friends“ bestens empfohlen.

(Dezember 2011)