Manchmal kann sich ein Minus auch als großes Plus erweisen, besonders dann wenn es sich um guten Blues handelt.

 

"Minous Blues" ist noch ziemlich neu im Berliner Blueszirkus. Gegründet wurde diese Band im Oktober 2012. Und schon Anfang 2013 folgten die ersten öffentliche Auftritte, vorzugsweise im heimischen Berlin. Ich erlebte sie erstmals vor einiger Zeit in Pankow als Support der "Joris Hering Blues Band".

 

"Minous Blues" - das sind Gitarrist und Sänger Nico Kuhz (1980). Am Bass steht 'Oldie' Alex Ferber (1974), der sein elektrisches Arbeitsgerät auch gern mal bei Seite stellt und zum Kontrabass greift. Beide sind Autodidakten. Der Youngster Lukas Blecks (1992) sitzt am Schlagzeug und absolviert derzeit noch eine musikalische Ausbildung.

 

Die Minous-Leute spielen einen handgemachten, heißen elektrischen Blues. Ihr Repertoire besteht fast vollständig aus Eigenkompositionen, die aus der Feder von Frontmann Kuhz stammen. Die Band verzichtet bewusst auf das reine Nachspielen bzw. die Interpretation bekannter Bluesnummer. Es sei doch viel spannender dem Publikum Eigenes anzubieten, in dem Alltagsgeschichten und Erlebtes musikalisch und textlich verarbeitet worden sind.

 

Das Trio hat nicht nur den Blues, sondern widmen ihn auch einem guten Zweck. Sie spielen 'just for fun', will sagen: die Minous-Leute spenden nach jedem Gig ein Großteil ihrer Gage an ein anderes soziales Projekt in der Stadt. Beachtlich!

 

(November 2013)