Waren Sie schon einmal in Braunschweigs kleinster Konzerthalle? Ich schon! Und Ihnen kann ich einen Besuch dort nur empfehlen; nicht nur wegen der hochkarätigen nationalen und internationalen Acts, die sich in diesem Laden die Klinke in die Hand geben.

Barnaby's Bluesbar
Ölschlägern 20
38100 Braunschweig
Tel.: 0531 3569560

Die Bar befindet sich im Magniviertel - die Stadt in der Stadt -, gegenüber dem Stadthotel "Magnitor", in dem Auswärtige mit Empfehlung der Bluesbar einen fetten Rabatt erhalten.

Geöffnet hat der Laden täglich ab 18:00 Uhr. Es 'darf' übrigens geraucht werden. Jeden 2. Donnerstag findet eine Jam-Session (keine open stage!) statt und am Samstag gibt es üblicherweise Konzerte. Kaum eine Blues bzw. Bluesrockband, die auf Klubtour durch Deutschland war, hat bislang einen Bogen um Barnaby's gemacht. Davon zeugen jedenfalls die zahlreichen Plakate an der Wand hinter der Bühne. Übrigens ein gern gesehener Gast aus dem 'fernen Osten' ist "Lausitzblues".

Barnaby's Bluesbar trägt ihren Namen nicht nur wegen der angebotenen Musik zu recht. Auch der Style entspricht dem, was man sich unter einer Bluesbar vorstellt: klein, urig und spärlich beleuchtet. Ein langgestreckter Tresen. Ein Dunstgemisch von Bier, Schweiß und Tabak durchzieht den Raum. Das Interieur besteht fast durchweg aus Holz. An der Wand prangt eine riesige Ami-Flagge.

Gleich am Eingang befinden sich ein paar wenige Tische, von denen aus, man nicht unbedingt den besten Blick auf die Bühne haben dürfte. Dann folgt der Tresen, genau gegen über fast ebenerdig die Bühne, getrennt nur durch einen schmalen Gang, sodass nur wenig Leute direkt vor der Bühne Platz finden. Ich fand im hinteren Teil der Bar, seitlich der Bühne ein gemütliches Plätzchen und konnte von dort aus das Geschehen auf der Bühne relaxt verfolgen. Sollten sich mehr als 60 Leute einfinden, wird es eng, und man muss gehörig aufpassen, dem freilaufenden bareigenen Hund nicht auf den Schwanz zu treten. Besonders auffällig: der überaus freundliche Empfang durch das Personal.
Fazit: Daumen hoch!

(Dezember 2013)