Alteherrenmusik? Nicht mit The Lateriser!

 

Und wieder habe ich eine junge Newcomerband entdeckt, die den guten, alten Bluesrock auf ihre Art und Weise interpretiert. Ihr Erfolgsrezept ist ganz einfach: Man nehme eine ordentliche Portion Hard-Rock, veredelt ihn mit Blues, und läßt das Ganze unter ständigem Rühren mehrfach aufkochen, abschließend eine kleine Prise Funk und fertig ist ihr ganz eigener Sound, für den sie sogar einen Namen kreiert haben - HARD BluFu-Rock.

 

Ihr Auftritt zum Vollmershainer Open Air 2013 hat den Bekanntheitsgrad der jungen Oelsnitzer wesentlich gesteigert, die - obwohl bereits in 2003 gegründet - bislang nur in der Region ein breit gefächertes Publikum gefunden haben. Doch damit soll nun Schluss sein. Im März 2015 reist die Band erstmals in die Lausitz, um Kriss Pohlmann zu supporten.

 

Nach dem die Band in den Anfangsjahren mit häufigen Besetzungswechseln zu kämpfen hatte, spielen The Lateriser seit 2009 nun in konstanter Besetzung. Bassist Martin Rudolph, dessen Vorbild übrigens Leo Lyons ist, ist einzig aus der Urbesetzung 'übrig' geblieben. An seiner Seite stehen resp. sitzen Sänger und Gitarrist Martin Fankhähnel und Drummer Benjamin Nagel. Es war die Liebe zur Musik von SRV, Jimi Hendrix, Gary Moore, Philip Sayce (!) und AC/DC, die sie zusammen geführt hat und inzwischen zu einer 'verschworenen Gemeinschaft' werden ließ. The Lateriser zeichnen sich durch eine geschlossenen Mannschaftsleistung, energiegeladener Musik und einer extravaganten Bühnenshow aus, die inzwischen durch diverse Preise gewürdigt worden ist. So gewannen sie in 2012 den Bandwettbewerb im Erzgebirgskreis und in diesem Jahr den Band-Contest in Zwickau.

 

2012 und 2014 sind auch zwei wichtige Jahre in der Bandgeschichte. 2012 erschien ihr Debüt-Album "The Lateriser" mit 13 Songs aus eigener Feder. Pünktlich zum Weihnachtsfest 2014 haben sie mit der Scheibe "Trailer Jam" - einer EP - nachgelegt. Auch auf dieser Scheibe präsentieren sie uns ausschließlich Eigenkompositionen. Während "Smokin' Evil Eye" eher rockig daher kommt, ist ihnen mit "Backseat Blues" , bei dem übrigens Peter Schmidt Pate stand, eine astreine Bluesnummer - ganz nach meinem Geschmack - gelungen. Doch beide Titel zeichnen sich durch einen 'fetten' Sound aus, welcher mich aufhorchen ließ. Wie man mir anvertraute, wird im nächsten Jahr das nächste Studioalbum erscheinen. Alle 12 neuen Eigenkompositionen sind bereits fertig und warten auf die Einspielung im Studio!

Übrigens, im world wide web war über The Lateriser zu lesen: "Das ist nicht die Band, welche die nächsten 10 Jahre auf Dorffesten spielen wird. Sie haben Größeres verdient." Das meint auch Blueser, nachdem er sich einen Überblick verschaffen konnte!

(Dezember 2015)