MONGREL BLUES BAND

 

Mit Thomas Stelzer und Lutz „Kowa“ Kowalewski hat das Elbtal mindestens zwei sehr populäre Bluesmusiker.

Kowa’s Wurzeln liegen allerdings in Thüringen, wo er 1960 geboren worden ist. 1985 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der „Feedback Blues Band“. (http://www.blueser54.de/254.html)

Und seit dieser Zeit ist uns der Name „Kowa“ zum Begriff geworden. Wie die meisten Thüringer Bands – im Gegensatz zu ihren Berliner Kollegen – war auch Feedback stark am traditionellen Blues orientiert. Auch wenn er längst seine Thüringer Heimat verlassen hat, ist „Kowa“ bis heute dem tiefschwarzen Blues treu geblieben.

 

Seit 1997 lebt „Kowa“ in Dresden, doch vom Blues konnte er auch in seiner neuen Heimat nicht lassen. So tingelte er ausgerüstet mit Akustikgitarre, Dobro, Blues-Kazoo und Bassdrum anfangs solistisch durch die Lande. Später wurde er, der durch gemeinsame Auftritte mit Stars wie Lousiana Red, Carey Bell oder Memo Gonzales über umfangreiche internationale Bühnenerfahrung verfügt, immer öfters mit Kollegen wie Ralf „Bombe“ Bomberg, Ryan Harrington, Holger „Josa“ Sauerbrey oder in jüngster Vergangenheit mit Timothy Cross an seiner Seite gesehen. Doch am längsten währt die Zusammenarbeit mit Ostdeutschlands bekanntesten Bluesharper Bernd Kleinow. Ihr gemeinsames Projekt nennt sich „Unlimited Blues“ und wird noch heute gern gebucht.

 

Timothy (kurz Tim) Cross wurde 1959 in Fairbanks/Alaska geboren. 1985 begann der Kontrabassist in Denver professionell Musik zu machen. Er fühlt sich im Jazz, Bluegrass und Folk ebenso pudelwohl wie im Blues und tourte bis in die 1990er Jahre u.a. mit „Laughing Hands“, „Girls On Top“ oder Julie Hoest. Seit 2001 lebt Cross, der mit Kontrabass genaus so gut wie mit E-Bass kann, in Dresden. Von 2005 bis 2011 spielte er im „New Town Swing Orchestra“, einer Dresdner Big Band unter Leitung von Rene Bornstein, welches sich dem Swing im Stil von Ellington, Basie oder Benny Goodman verschrieben hat.

2007 hörte und sah Cross „Kowa“ zum ersten Mal und: „… was very imressed“. Und wenig später standen sie schon zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne.

Ihr erstes gemeinsames Projekt „Hot Buttered Grits“ entstand 2009. Diese Formation spielte Soul-, Funk- und Bluesklassiker. Markenzeichen war der Gesang der US-Amerikanerin Juli Hibbard.

Cross spielt darüber hinaus noch in der Dresdner Multikulti-Jazz-Formation „Trio Pangnea“.

 

„Kowa“ und der Drummer Kay Dodt (Jahrgang 1974) von den „Young Gamblers“ trafen sich erstmals 2012 auf dem Dresdner Elbhangfest, wo sie auch spontan zum ersten Mal zusammen spielten. Perfekt - wie sie meinten, so dass Dodt schließlich Coleman Broaddus bei der gerade erst neugegründeten „Mongrel Blues Band“ ersetzte.

 

Ihren ersten Auftritt hatten die Mongrels am 17.12.2012 im Dresdner Anton’s Keller. Durch ihre Auftritte bei den Bluesfestivals in Altzella, der Tante Ju, auf dem Muha-Festival in Klingenthal oder dem Lousiana Ball im sächsischen Freiberg hat die Band inzwischen ein breites Publikum gefunden und konnte vor allem durch ihre musikalische Klasse punkten. Ein Konzert mit Mongrel bedeutet eine Zeitreise durch die amerikanische Bluesgeschichte.

Mongrel bedeutet im deutschen soviel wie Straßenköter. Ganz bewußt wurde dieser Name gewählt. Will man doch deutlich machen, dass Blues nichts mit Mainstream gemeinsam hat und die Musik der Straße ist. Von jeher hat „Kowa“ mit seinem Blues auf Bodenständigkeit gesetzt; war sogar mehrfach in den Staaten unterwegs, um ihn in seiner Ursprünglichkeit zu entdecken. Und genau dies kann er mit der „Mongrel Blues Band“ umsetzen. Wenn er den Blues auf seiner ganz eigenen Art auf der Bühne lebt, kann man sich schwerlich dessen Faszination entziehen. Wie kaum ein Zweite spielt die Band – bestehend aus einem Ami, einem Thüringer und einem Sachsen - einen Blues, den man nur im Süden der USA zu finden glaubt.

Wie sagte doch einst Alexis Korner nach seiner Gastspielreise durch die DDR: Nur in Texas und in der DDR würde man den Blues wirklich verstehen! Die DDR gibt es nicht mehr, aber noch immer wird der Blues im Osten Deutschlands gelebt. Dafür sorgen nicht zuletzt Bands wie diese! THE BLUES IS ALLRIGHT

 

(Februar 2015)

 

 

 

siehe auch hier:

 

http://www.photoprojekte.com/Kowa/

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