Youngman Blues“

 

… dahinter verbirgt sich Wittenbergs Bluesnachwuchs Denny Hertel (Jahrgang 1980), der in 2016 stolz auf 20 Jahre Bühnenerfahrung verweisen wird.

Mit 11 Jahren nahm Hertel zum ersten Mal eine Gitarre in die Hand und mit 15 Jahren stand er bereits mit der Band „Digital Perm“ auf der Bühne. „Don’t Walk“ und „Fun 4 You“ waren weitere Stationen seiner frühen Jahre.

 

Denny Hertel ist Autodidakt. Eine Tatsache, die umso beachtlicher ist, beherrscht er doch Gitarre, Kontrabass, Bluesharp und Schlagzeug nahezu gleichermaßen gekonnt. Obendrein mit einer ausdrucksstarken Stimme ausgestattet, besitzt er die besten Voraussetzung für eine ‚One Man Band‘. So ist es nicht verwunderlich, dass er bis in die Gegenwart meist solistisch oder mit wechselnden Duo-Partner zu erleben ist.

 

Doch zurück zu seinen frühen Jahren. Ende der 1990er Jahre bekam Hertel die Möglichkeit den ‚großen‘ Stefan Diestelmann bei zwei Konzerten zu begleiten. Die Zusammenarbeit mit Diestelmann war der Anstoß, um in Denny Hertel die Leidenschaft für den Blues endgültig zu entfachen. Fortan konnte man ihn immer wieder an der Seite bekannter Bluesmusiker erleben, so z. Bsp. Rick Howard, Jürgen Gerhard (TB Sessionband), Peter Schmidt, Kat Baloun, Eb Davis und Igor Flach.

Mit - dem leider viel zu früh verstorbenen - Igor Flach, Dirk Rolle und BluesRudy spielte Hertel von 2003 bis 2007 in der legendären „1a Blues Band“.

 

In 2005 hatte Denny Hertel seinen ersten mehrwöchigen Aufenthalt in den Staaten, wo er auf der Suche nach dem authentischen, dem schwarzen Blues war. In 2008 weilte er ein weiteres Mal in Chicago. Bei diesem Besuch lernte er u.a. Charlie Love und Joanna Connor kennen, und stand mit ihnen gemeinsam im berühmten „Kingston Mines Bluesclub“ auf der Bühne.

Seine Chicagoer Bluesfreunde waren es auch, die ihm den Namen „Youngman Denny“ verpassten.

Dieser Kosename wurde später in Deutschland zum Markenzeichen, unter dem Denny Hertel lange Jahre solistisch und mit wechselnden Duo-Partnern unterwegs war. Zu den Duo-Partnern gehörten u.a. BluesRudy, Steffen „Speiche“ Neumann, Dirk Rolle und seit neuestem „Matze“ Stolpe.

 

Im Jahr 2013 holte ihn Peter Schmidt als Bassisten in seine „Peter’s Dodge Band. Und wenn Peter Schmidt nicht gerade mit der „East Blues Experience“ oder „Big Block“ beschäftigt ist, kann man diese Band noch heute erleben.

2013 war auch das Jahr, in dem Hertel – inzwischen nicht nur älter sondern auch wesentlich (musikalisch) gereifter – die Zeit für gekommen hielt, um das Markenzeichen „Youngman Denny“ abzulegen. Fortan firmiert er unter den Namen „Youngman Blues“.

 

Sein neuestes Projekt ist das „Denny Hertel Trio“, in dem Hertel (voc, g, dr) gemeinsam mit dem Wittenberger Harper Steffen „Speiche“ Neumann und dem Pianisten Axel „Mr. Smith“ Winde spielt.

 

Denny Hertel ist nicht nur ein Multitalent, sondern hat auch ein sehr breit gefächertes Repertoire, welches von Johnny Cash über „Canned Heat“ bis zu den Stones reicht. Doch alles was er spielt ist sehr blueslastig und erhält so eine eigene Note. Natürlich hat „Youngman Blues“ auch Songs von Diestelmann im Programm. Ein uns wohlbekannter Promoter und Bandmanager, dem ich musikalischen Sachverstand uneingeschränkt zuspreche, meinte als er Hertel’s Diestelmann-Interpretationen hörte, wenn er die Augen schlösse, zu glauben, der Diestelmann säße leibhaftig auf der Bühne.

Wir sollten es ausprobieren!

 

(August 2015)

 

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