Slide Riders

 

… nennt sich ein Duo aus Berlin, welches sich dem Acoustic Rockin‘ Blues verschrieben hat. Seit 2009 treten Andreas „Catfish“ Krambach (Jahrgang 1959) und Michael „Harry“ Blochel (Jahrgang 1960) gemeinsam unter diesem Namen auf. Doch den Blues haben sie schon sehr viel länger.

 

Krambach ist seit 1980 vorwiegend solistisch oder mit wechselnden Duo-Partnern in Sachen Blues unterwegs. Seine „ Catfish-One-Man-Band“ ist schon fast legendär. In den 1990er Jahren gab es sogar eine ganze „Catfish Bluesband“. Zu seinen Duo-Partnern gehörten u.a. Ret Langmeier, Ted Pierce und „Waldi“ Weiz. Und seit 2009 ist es nun „Harry“ Blochel.

 

Meine erste Begegnung mit Blochel liegt schon eine Ewigkeit zurück und fand im „SpreeLacArt“ in Berlin-Schöneweide statt – ein Klub, den es längst nicht mehr gibt. Damals sorgte er für den guten Ton in der Berliner Rockband „Tony Jack“, die einen tanzbaren Rock’n Roll mit einem gehörigen Schuss Blues spielt. Und das macht er heute übrigens immer noch. Gegründet wurde die Band in 2003 von Michael Blochel (voc, lead-g, harm) und Andy Gutzeit (dr).

Auch Blochel verfügt inzwischen über gut 30 Jahre Bühnenerfahrung. In den 1990er Jahren hatte verschiedene Projekte mit Musikern von „Engerling“, „Monokel“ und der „Jonathan Blues Band“. Ab 2001 war sein ständiger Begleiter der Blues man Tommy Thompson alias Tom Schulz, der inzwischen in Schweden lebt.

 

Perfektion, Improvisation und Spaß an der Musik zu haben, ist das Erfolgsrezept von „Slide Riders“. Inspiriert von den alten Barden wie Robert Johnson, Muddy Waters, aber auch J.J. Cale besteht ihr akustisches Programm vorwiegend aus Blues- und Rockklassikern, die sie sowohl originalgetreu als auch neu und modern arrangiert von der Bühne bringen. Die Spannbreite reicht von Dixon’s „Ma Babe“ (bei der Nummer wird der heimische Blueser unweigerlich an Distelmann erinnert) bis zu „Love Me Two Times“ von den „Doors“.

Die neuen Arrangements verleihen den oft Jahrzehnte alten Stücken Frische und neuen Glanz. Das ständig wechselnde Instrumentarium und der sich abwechselnde Gesang sorgen ebenso wie die Auswahl der Stücke für reichliche Abwechslung und einen wahren Ohrenschmaus. Zum Einsatz kommen Standard-Akustikgitarren, Resonanz-Gitarren, Blues-harp, Dobro und allerlei zum Teil selbst gebaute Rhythmusgerätschaften.

„Slide Riders“ hat natürlich auch Eigenes im Programm, von dem ich die Nummer „Don’t Let Me Down“ für besonders gelungen halte. Mit ihrer musikalischen Vielfalt und ihrer handwerklichen Perfektion gehören Krambach & Blochel zweifelsfrei zu den Top-acts der deutschen Akustik-Blues-Szene.

 

(November 2015)

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