Dietmar & Klaus Bluesband

 

Nein, sie heißen nicht Dietmar und Klaus und ein Duo sind sie auch nicht! Aber sie haben den Blues, und den schon ziemlich lange.

Mir scheint, der Name entstand aus einer ‚Bierlaune‘ heraus. Was will uns der Künstler wohl damit sagen: Es kommt nicht auf die Verpackung an; entscheidend ist der Inhalt. In diesem Fall – die Musik. Und Musik machen die vier Herren schon eine Ewigkeit lang. Und ja, die Musik resp. der Blues steht bei ihnen im Vordergrund. In einem abendfüllenden Programm spielen sie sich mit einem Mix aus ausgewählten Cover und eigenen Stücken quer durch alle Facetten des Blues.

 

Die Idee zu diesem neuen Bandprojekt hatten Mark Rose (dr, perc, voc) und Rudi Feuerbach (g, voc). Die Mitstreiter Harald DuBellier (b) und Holger „Josa“ Sauerbrey (harp, g) waren schnell gefunden; schließlich kennt man sich seit Jahren.

Harald gehörte an der Seite von „Kowa“ zur Gründungsbesetzung der „Feedback Blues Band“, später spielte er eine Zeitlang bei den „Bayou Alligators“. Doch hauptsächlich kennen wir ihn als den Mann an der Technik u.a. im WOTUFA-Saal und im Malzhaus Plauen.

Auch Mark Rose gehörte eine Zeitlang zu Feedback, der legendären Thüringer Blueskapelle. Er ist gewissermaßen ‚vielseitig verwendbar‘ und trommelte bzw. trommelt in zahlreichen ehemaligen und aktuellen Bands, zu denen u.a. das „Mark Rose Groove Ensemble“, „The Magical Mystery Band“ und NOLA (mit Christian Florie) gehören. Erwähnenswert ist unbedingt „Strong Roots“. In dieser Formation spielte Rose mit Henry Bauer am Bass und Ralf „Bombe“ Bomberg (voc, g, harp). Und ja, „Bombe“ ist auch ein ehemaliger Feedback er. „Strong Roots“ hat in 2003 auch einen Tonträger veröffentlicht, den Harald DuBellier aufgenommen und abgemischt hat. Als Gastmusiker spielte in dieser Band, mit Andy Geyer (fender rhodes, hammond) ein weiteres Thüringer Urgestein.

Begeistert von J. Hendrix, Robert Johnson oder Elliot Smith nahm Rudi Feuerbach mit 15 Jahren die Gitarre in die Hand und prägte seitdem mit seiner außergewöhnlichen Spielweise das Gesicht einer Vielzahl von Bandprojekten. Seine Vorliebe für Jazz, Blues und alternative Rockmusik führte 1997 zur Gründung der „Undertaker Blues Band“, in der sein Bruder Jürgen den Bass spielte und Lin Dittmann (acoustica, Keimzeit) am Schlagzeug saß. Der aufmerksame Leser kennt Feuerbach aber vor allem als Gitarrist von „Keimzeit“, wo er von 2003 bis 2011 spielte. Seitdem ist er vor allem solistisch oder mit wechselnden Partner wie Jürgen Feuerbach („Robinson Crew“), Mark Rose, Alex Binder, „Josa“ („Two Man Blues“) und Stefan Bergel auf der Bühne zu erleben oder komponiert erfolgreich (Musical für Kinder).

Bleibt Youngster „Josa“, der sich inzwischen auch einen festen Platz in der Szene erspielt hat. „Josa“ hat als Straßenmusiker angefangen, sammelte bei ausgedehnten Reisen durch die USA und Frankreich reichlich Erfahrungen. „Josa“ fühlt sich beim Folk ebenso aufgehoben wie bei Jazz und Blues. Mit Vorliebe spielt er Bluesstücke aus den 1920er Jahren, als der Blues noch gar nicht ‚erfunden‘ worden war. Es war die Musik von Wandermusikern im Süden der USA, die man heute Songster nennt. Ihre Art von Musik hat maßgeblich den Blues beeinflusst. Viele der Songster gehörten später zu den frühen Bluesmusikern. Sauerbrey hat sich längst in der Szene etabliert, ob als Solist oder mit wechselnden Partnern, zu denen u. a. Peter Schmidt, ST oder aktuell „Doc“ Fritz gehören.

 

Im Dezember 2014 verschwanden die vier Herren im Proberaum, spielten einige Gigs und stellten fest, die ‚Chemie‘ stimmt. Und schon in 2015 sah man die Band hier und da in den Konzertankündigungen einschlägiger Veranstalter. Den ‚Freunden des gepflegten 12-Takters‘ sei hiermit verraten, in 2016 ist bei „Dietmar & Klaus“ noch lange nicht Schluss!

 

(Februar 2016)

 

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