Feierabend-Blues

von Andi Valandi

 

Wieder zehn Stunden gerackert,
doch zum Leben reicht es nicht.
Wieder zehn Stunden gerackert,
doch zum Leben reicht es nicht.
Ich hab schon Blasen an den Händen,
doch zum Leben reicht es nicht.

Ich wohne in ´ner Bretterhütte
draußen vor der Stadt.
Ich wohne in ´ner Bretterhütte
draußen vor der Stadt.
Und der Chef, der hat ´ne Villa.
Das habe ich so satt.

Das Essen kommt aus´m Container.
Da ist meistens noch was drin.
Das Essen kommt aus´m Container.
Da ist meistens noch was drin.
Die Läden schmeißen gutes Zeugs weg:
Wo is´n da der Sinn?

Ja, mein Freund hat mich verlassen
für ´n Typen mit´m dicken Wagen.
Ja, mein Freund hat mich verlassen
für ´n Typen mit´m dicken Wagen.
Und jetzt bin ich ganz alleine.
Was soll ich´n dazu sagen?

Andi Valandi - 'Straßenköter' oder der neue Rebell der ostdeutschen Musikszene

 

Mit dem jungen Dresdner Andi Valandi (25) und seiner Band hat der deutschsprachige Blues Zuwachs bekommen!

 

Einst hatte Valandi – „der Junge von der Straße mit der Stimme aus Kleber und Sand (Zitat von Marijana Verhoef)“ – einen `ordentlichen´ Beruf und ein einigermaßen Auskommen als Haustechniker an einem Amateurtheater in seiner Heimatstadt; bis er den Blues bekam und seinem bürgerlichen Leben den Rücken zukehrte.

Musikalisch gesehen hatte er ihn schon länger. So nahm er in 2013 seine Gitarre und ging auf ‚Walze‘. Er sang und spielte seinen Blues dort wo es sich gerade ergab – auf der Straße oder in rauchigen Eckkneipen.

 

Inzwischen ist Valandi (voc, g) älter geworden, vielleicht auch bodenständiger. Doch anpassen will er sich noch immer nicht! Vor allem aber ist er reich an Erfahrung geworden. Und diese teilt er uns in seinen Liedern mit.

Ende 2014 fügte er seine erste eigene Band. An seiner Seite der doppelt so alte `Altblueser´ Frank Dresig (b) und die junge Yvonne Rühle am Schlagzeug.

Krautblues nennen die Drei ihre Musik und sind inzwischen ziemlich oft gebucht. Krautblues? Gibt es denn so etwas?

Egal, der Name macht es nicht. Andis Blues ist deutsch und schmutzig, wie damals auf der Straße…

 

(April 2016)

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