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... war eine Amateurband um "Waldi" Weiz (g, voc). Gegründet wurde sie 1975 in Erfurt. Weiz kam aus der Beatszene in Gotha, wo er ein lebenslanges Auftrittsverbot erhalten hatte und spielte kurzzeitig bei "Modern Blues". Zur Urbesetzung gehörten weiter: seine damalige Ehefrau Angelika Weiz (voc), Bernd Saewe (dr), Olaf Schulz (bg), Thomas Ludwig (key), Frieder Krannich (harp) und die Bläser: Bernd Fränzel und Joachim Degel.

 

Die Integration der Bläser war ein Novum und verhalf der Band zu einem eigenwilligen Stil, indem recht bald andere musikalische Genre einflossen, ohne jedoch den Blues zu verleugnen. Das Repertoir der Band wurde im Laufe der Zeit durch eigene Titel ergänzt. Am bekanntesten war wohl "Knickerboker", der 1979 auch auf einem Amiga-Sampler veröffentlicht wurde. Als 1983 Angelika Weiz nach Berlin zu Günther Fischer wechselte und "Waldi" später zum Reservistendienst in der NVA gezogen wurde, fiel die Band auseinander. Ihr letzter Auftritt fand am 16. Januar 1985 statt.


Weiz ging später auch nach Berlin, arbeitete als Grafiker, spielte bei "Engerling" und tritt heute noch regelmäßig mit der "Waldi-Weiz-Band" auf. 2004 gewann er den Jazz & Blues Award in Berlin und 2007 veröffentlichte er die CD "Live at Yorckschlösschen".
Die übrigen Bandmitglieder wechselten damals zu "Vierpol" und "Collage". Anfang 2006 versuchte Fränzel mit folgender Besetzung: Maggie Hahn (voc), Holger Gottwald (voc, g), Andi Geyer (p, org), Bernd Fränzel (ts), "Eddi" Janta (bg) und Marcus Horn (dr) einen Neubeginn. Zur Band gehörte außerdem Rüdiger Schorr (dr).

(November 2011)