Die Hof-Blues-Band

…ist eine Bluesband, deren Wurzeln in der 1964 gegründeten „Klubkapelle Werder“ zu finden sind. Gründer der Klubkapelle waren Ulle Hofer und Jochen Lorentz, die heute noch immer gemeinsam auf der Bühne stehen. 1966 gründeten sie die Band „b-club 66“ aus der dann 1977 die eigentliche „Hof-Blues-Band“ entstanden ist. Im Laufe der Jahre wechselte die Besetzung mehrfach. Und in der langen Besetzungsliste tauchen immer wieder bekannte Namen auf. Da lesen wir Jörg „Speiche“ Schütze, den ich hier nicht mehr vorstellen muss, oder Eberhard Klunker. Klunker spielte später bei Hansi Biebl und „Windminister“.

Gründungsmitglied der damaligen Dreier-Formation war einer der bekanntesten DDR-Rocktexter Michael Sellin. In den 1980er Jahren wurden Hofer und Lorentz sehr oft vom damaligen Freygang-Bassisten Kay Lutter begleitet. Er ist wohl heute  besser als „Die Lutte“ von "In Extremo" bekannt. In dieser Zeit hatte die Folk-Blues-Band auch ihren Höhepunkt erreicht und war mit „Engerling“ und John Mayall auf DDR-Tournee. 1988 schloss sich eine gemeinsame Tournee mit „Z.O.P.F“, „Freygang“ und den Skeptikern an, die jedoch vorzeitig von den DDR-Behörden abgebrochen worden ist.

Nach 2000 erschienen vier CDs. Bemerkenswert ist das Doppelalbum „Vorwende - Nachwende“. Ulle und Lorentz, die eigentlich bürgerlichen Berufen nachgehen, stehen noch heute gelegentlich gemeinsam auf der Bühne und frönen den Blues.

 

(Juli 2009)

 

Sie sind immer noch da (!) und haben seit 2015 sogar Verstärkung erhalten. Der neue Mann ist eigentlich ein 'alter' Mann. Kontrabassist Christoph Niemann hat schon beim legendären "b-club 66"  zusammen mit Lorentz und Hofer gespielt, wechselte aber dann zu "FEZ", wo er an der Seite von Conny Bauer und Hannes Zerbe spielte. Nach dem Ende von "FEZ" blieb Niemann bis heute der Jazzszene treu.

 

(August 2015)